Der modellierte Körper- Studioausstellung zur keramischen Plastik
1. Februar bis 29. Mai 2005
In der Studioausstellung stehen sich unterschiedliche künstlerische Körperdarstellungen in Keramik aus der Zeit des Barocks bis zur Gegenwart gegenüber.
Die Abbildung des menschlichen Körpers ist eines der ältesten Motive in der Kunst und stellt gerade in der Keramik eines der Hauptthemen dar. In den verschiedenen Epochen unterscheiden sich seine Darstellungen nicht nur rein stilistisch, sondern ebenso in seiner physischen Ausformung, der bevorzugten Themenwahl sowie in seiner Funktion als Objekt.
Nachdem die künstlerischen Errungenschaften der Antike im Mittelalter in Vergessenheit geraten waren und menschliche Figuren in der Regel ein eher steifes, oft stilisiertes Erscheinungsbild erhielten, eroberte die an den Naturwissenschaften interessierte Renaissance die anatomisch korrekte Körperdarstellung zurück. Insbesondere der nackte Körper rückte zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses und gehört vor allem im Barock bzw. Rokoko zu den bevorzugten Motiven.
Die heitere, amusement- und lustorientierte Grundstimmung der gehobenen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts bestimmte auch die Sujetwahl der Künstler. So finden sich in der figürlichen Keramik, die in dieser Zeit eine rein dekorative Funktion besaß und einzig ästhetischen Gesichtspunkten genügen mußte, in besonderem Maße erotische Darstellungen sowie Götter und Gestalten aus der antiken Mythologie. Die Ausformungen der weiblichen wie auch der männlichen Figuren folgte dabei stets dem herrschenden Schönheitsideal, welches noch bis ins 19. Jahrhundert hinein seine Gültigkeit als maßgebende Formel behielt.
Erst in der Kunst des 20. Jahrhunderts löst sich die Figurendarstellung von den vorgegebenen Richtlinien: Nicht selten wird nun das bisher streng verfolgte Körperideal zugunsten eines unkonventionellen und z.T. provokativen Umgangs mit der Körperlichkeit aufgegeben. Diese Entwicklung spiegelt gleichzeitig den Wandel der Funktion der keramischen Plastik vom zweckgebundenen, auf seine ästhetische Wirkung reduzierten Dekorationsstück zum eigenständigen Kunstwerk wider.
Die Ausstellung umfasst etwa 30 Objekte von namhaften Künstlern wie z.B. Johann Peter Melchior, Alexandre Bigot oder auch Paul Scheurich, und deckt in spielerischer Weise Konstanten und Entwicklungen der figürlichen Keramik durch die Jahrhunderte auf.
Die Abbildung des menschlichen Körpers ist eines der ältesten Motive in der Kunst und stellt gerade in der Keramik eines der Hauptthemen dar. In den verschiedenen Epochen unterscheiden sich seine Darstellungen nicht nur rein stilistisch, sondern ebenso in seiner physischen Ausformung, der bevorzugten Themenwahl sowie in seiner Funktion als Objekt.
Nachdem die künstlerischen Errungenschaften der Antike im Mittelalter in Vergessenheit geraten waren und menschliche Figuren in der Regel ein eher steifes, oft stilisiertes Erscheinungsbild erhielten, eroberte die an den Naturwissenschaften interessierte Renaissance die anatomisch korrekte Körperdarstellung zurück. Insbesondere der nackte Körper rückte zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses und gehört vor allem im Barock bzw. Rokoko zu den bevorzugten Motiven.
Die heitere, amusement- und lustorientierte Grundstimmung der gehobenen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts bestimmte auch die Sujetwahl der Künstler. So finden sich in der figürlichen Keramik, die in dieser Zeit eine rein dekorative Funktion besaß und einzig ästhetischen Gesichtspunkten genügen mußte, in besonderem Maße erotische Darstellungen sowie Götter und Gestalten aus der antiken Mythologie. Die Ausformungen der weiblichen wie auch der männlichen Figuren folgte dabei stets dem herrschenden Schönheitsideal, welches noch bis ins 19. Jahrhundert hinein seine Gültigkeit als maßgebende Formel behielt.
Erst in der Kunst des 20. Jahrhunderts löst sich die Figurendarstellung von den vorgegebenen Richtlinien: Nicht selten wird nun das bisher streng verfolgte Körperideal zugunsten eines unkonventionellen und z.T. provokativen Umgangs mit der Körperlichkeit aufgegeben. Diese Entwicklung spiegelt gleichzeitig den Wandel der Funktion der keramischen Plastik vom zweckgebundenen, auf seine ästhetische Wirkung reduzierten Dekorationsstück zum eigenständigen Kunstwerk wider.
Die Ausstellung umfasst etwa 30 Objekte von namhaften Künstlern wie z.B. Johann Peter Melchior, Alexandre Bigot oder auch Paul Scheurich, und deckt in spielerischer Weise Konstanten und Entwicklungen der figürlichen Keramik durch die Jahrhunderte auf.