Schmuck eines Jahrhunderts

Die Stiftung Sieversen

18. Mai - 01. September 2002

Die 2001 verstorbene Schmucksammlerin Rosy Petrine Sieversen hat dem Museum für Ange-wandte Kunst rund 150 Schmuckstücke des 19. Jahrhunderts sowie einen kleinen Bestand von Künstlerschmuck des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Ergänzt um einige signifikante Werke aus Museums- und Privatbesitz, wird dieser Stiftungskomplex nun vorgestellt. Er dokumentiert alle wesentlichen Gestaltungstendenzen zwischen Klassizismus und Art Nouveau, einer Epoche, deren Schmuckproduktion im Kern bürgerlicher Natur und eher dekorativ als repräsentativ war. Kennzeichnend ist der enorme Reichtum der verarbeiteten Materialien, von den traditionellen Edelmetallen, Elfenbein, Korallen, Haar und Perlen über Eisen und Stahl bis hin zu Käferpanzern und Miniaturmalerei. Viele der gezeigten Schmuckgarnituren, Colliers, Broschen und Ringe aus verschiedenen Ländern Westeuropas stammen von bedeutenden Goldschmieden ihrer Zeit. Die Ausstellung wird gefördert durch Bulgari.