Transparenz 10 - Zehn Jahre Kunststoffschmuck von Svenja John
This exhibition is documented in German only.
Das Museum für Angewandte Kunst zeigt vom 19. Oktober bis 14. Dezember 2003 parallel zur Ausstellung „in. femme fashion 1780 – 2004. Die Modellierung des Weiblichen in der Mode“ rund 45 ausgefallene Schmuckarbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin Svenja John. Ihre filigranen Ohrgehänge, Anhänger, Broschen und Armreifen sind fein gesponnene Gebilde aus durchsichtigem Material in subtilen Farbabstufungen und mannigfaltigen dreidimensionalen Formen. Auf den ersten Blick erinnern sie an Molekulargebilde, bisweilen auch an geometrische Formen oder kristalline Strukturen, wie etwa eine Schneeflocke. Tatsächlich handelt es sich jedoch um freie, spielerische Figuren mit ungeheurem haptischen und visuellen Reiz. „Pimpollo“, „Espina“, „Sanofie“, lauten die Namen der Kreationen.
Die ausgestellten Schmuckarbeiten bestehen ausnahmslos aus dem leichten transparenten Folienkunststoff, der normalerweise für höchst alltägliche Zwecke verwendet wird: Makrolon, einem Polycarbonat des Bayer-Konzerns. Seit zehn Jahren arbeitet die Künstlerin mit diesem zugleich festen wie biegsamen Material, das nicht spröde wird und Licht durchscheinen lässt. Zur Verarbeitung von diesem Werkstoff hat John eine hochkomplexe Technik entwickelt.